Geld für den Nachwuchs

Sportpool knackt 750.000-Euro-Marke für Spitzensport – wer wird 2026 gefördert?

Von Lydia Bernhardt (Holsteinischer Courier)

NEUMÜNSTER. Sport verbindet Menschen über Vereins- und Generationengrenzen hinweg. Das zeigte sich auch bei der Förderübergabe am 22. September: Rund 50 Gäste erlebten einen abwechslungsreichen Abend, musikalisch begleitet von Frank Wede und moderiert vom Sportpool-Vorsitzenden Markus Küstner.

„Was Sie hier machen, ist für die Stadt sehr wichtig“, sagte Oberbürgermeister Tobias Bergmann. Neumünster sei eine großartige Sportstadt, finanziell jedoch „nicht auf Rosen gebettet“. Umso dankbarer sei die Stadt für die Unterstützung des Sportpools. Der Verein hat seit seiner Gründung im Jahr 2002 mehr als 750.000 Euro in den Neumünsteraner Spitzensport investiert.

Den sportlichen Auftakt gaben Luis Thien Hokim (14), Maria-Cristina Bataiosu (17) und Lea Sophie Fischer (15). Sie zeigten die Vielfalt der koreanischen Kampfkunst Taekwondo, die sie seit ihrer frühen Kindheit praktizieren. Viermal pro Woche trainiert Coach Thanh die drei an der Johann-Hinrich-Fehrs-Grundschule. Hinzu kommen regelmäßige Läufe und Turniere an den Wochenenden. „Wenn wir nicht an Turnieren teilnehmen können, fehlt uns etwas“, sagten die jungen Spitzensportler.

Ralf Treptau, Teammanager der Bundesliga-Badminton-Mannschaft, berichtete anschließend vom 6:1-Erfolg zum Saisonauftakt gegen den 1. BV Mülheim. Zugleich lud er zum ersten Heimspiel am 11. Oktober ein, wenn Blau-Weiß Wittorf den TV Refrath in der Sporthalle der Immanuel-Kant-Schule empfängt.

Zu den Geförderten gehört auch Leichtathlet Matthias „Matze“ Hoffmann von der Lebenshilfe, der bei Marathonläufen bereits mehrere persönliche Bestzeiten erzielt hat. Beim Berlin-Marathon am Sonntag, 27. September, peilt er eine Zeit von rund drei Stunden an.

Schwimmer Tade Schumann zählt mit 15 Jahren zu den jüngsten Geförderten. Bei den Norddeutschen Meisterschaften wurde er über 400 Meter Freistil in 4:19,24 Minuten Dritter. Für Neumünster wünscht er sich vor allem eine „dritte Bahn“.

Auch Kickbox-Weltmeisterin Sarah Otten wird unterstützt. Der Sportpool steuert 750 Euro für Startgeld, Bekleidung und Ausrüstung bei. Die 46-jährige Bundespolizistin wies darauf hin, dass Sportler größtenteils Reisen, Kleidung und Ausrüstung selbst finanzieren müssten.

Die Förderung ist deshalb eine wichtige Hilfe. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Sportpool mehr als 750.000 Euro in den Leistungssport investiert. Der Zusammenschluss engagierter Unternehmen unterstützt Jahr für Jahr Vereine, Mannschaften und Einzelsportler. Die Förderung wird durch die Mitgliedsbeiträge der derzeit 34 beteiligten Unternehmen finanziert.

„Jeder Cent kommt den Sportlern zugute“, sagt Schatzmeisterin Sabine Küster. Im kommenden Jahr feiert der Sportpool sein 25-jähriges Bestehen.

Die Sportpool-Förderung 2026 geht an:

  • Blau-Weiß Wittorf Neumünster (Badminton)
  • Showkader, Turner-Jugend-Nachwuchsteam und Damen-Oberliga-Mannschaft des SC Gut-Heil Neumünster
  • TS Einfeld (Squash)
  • Lateinformation des TSC Neumünster
  • TC Rot-Gold-Casino Neumünster
  • SC Agon Neumünster
  • Bjarne Geiss (Badminton)
  • Matthias Hoffmann (Leichtathletik)
  • SV Tungendorf (Sonderauszeichnung Hokō-Lauf)
  • KSV Neumünster (Preisgeld für den Ball des Sports)
  • Sarah Otten (Kickboxen)
  • Caroline Gandl (Para-Schwimmen, Talent 2025)
  • Paul Stockfleth (Karate, Talent 2025)
  • Post SV Neumünster (Taekwondo)
  • SV Tungendorf (Einrad)
  • Lukas Haiduk (Leichtathletik)
  • SG Wift (Ü-40-Mannschaft, Handball)
  • SV Tungendorf (TGW)
  • Tade Schumann (Schwimmen)
  • KHV Neumünster (Handball)


Quelle: Holsteinischer Courier / Foto: Lydia Bernhardt

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